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10.07.2012

Europäische Innovationspartnerschaft für intelligente Städte und Gemeinden geplant

Forschungsressourcen in den Bereichen Energie, Verkehr und Informations- und Kommunikationstechnologie sollen gebündelt werden

Brüssel, 10.07.2012. Die Europäische Kommission hat heute ihre Pläne zur Gründung einer Europäischen Innovationspartnerschaft für Intelligente Städte und Gemeinschaften („Smart Cities and Communities“, SCC) bekannt gegeben. Sie möchte damit die Entwicklung intelligenter städtischer Technologien in den Bereichen Energie, Verkehr und IKT vorantreiben.

Darunter fällt beispielsweise laut EU-Kommission die Entwicklung hocheffiziente Heiz- und Kühlsysteme und ein besseres Energiemanagement ebenso wie geräuscharme Busse oder nachhaltige Verkehrskonzepte zur besseren Stauvermeidung. Laut EU-Kommission wird fast 70 Prozent der Energie in Städten verbraucht, in denen fast drei Viertel aller Europäerinnen und Europäer leben.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger unterstrich heute (Dienstag) in Brüssel, dass Innovationen die Triebkräfte der Wettbewerbsfähigkeit Europas seien und "der beste Weg zur Verbesserung der Energieeffizienz".

Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für Intelligente Städte und Gemeinden werden allein im Jahr 2013 EU-Mittel in Höhe von 365 Millionen Euro für Demonstrationsprojekte zu technischen Lösungen bereitgestellt.

Auf diese Weise sollen die bisherigen Förderungen städtischer Projekte in den Bereichen Energie, Verkehr und IKT gebündelt werden, "um in allen Sektoren ein neues Denken zu fördern", wie Die EU-Kommission schreibt.

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Hintergrund

Die Initiative „Intelligente Städte und Gemeinschaften“ wurde 2011 eingeleitet. Für 2012 wurden ihr Mittel in Höhe von 81 Mio. EUR zugewiesen, die ausschließlich für die Bereiche Verkehr und Energie bestimmt sind. Gefördert werden Demonstrationsprojekte in einem dieser beiden Sektoren, Kombinationen der beiden Bereiche sind jedoch bislang nicht vorgesehen.

Ab 2013 werden die Mittel von 81 Mio. EUR auf 365 Mio. EUR erhöht, und das Programm deckt nun nicht nur die Bereiche Energie und Verkehr, sondern auch die Informations- und Kommunikationstechnologien ab. Alle geförderten Demonstrationsprojekte müssen nun einen Zusammenhang mit allen drei Bereichen aufweisen. Durch die Bündelung der Ressourcen werden auch Synergien geschaffen.

Die EU möchte mit der Partnerschaft „Intelligente Städte“ dazu beitragen, dass strategische Partnerschaften zwischen den relevanten Branchen und europäischen Städten aufgebaut werden, „um städtische Systeme und Infrastrukturen von morgen zu entwickeln und umzusetzen“.