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01.07.2013

CEEP-Studie zeigt stabile Wertschöpfung öffentlicher Dienstleistungen in EU - Öffentliche Erbringer halten Niveau bei Investitionen und Beschäftigtenzahlen

Dublin/Brüssel, 01.07.2013. Öffentliche Dienstleistungen haben zu mehr als 26 Prozent zur europäischen Wertschöpfung in 2010 beigetragen und Investitionen und Beschäftigung im Gegensatz zur übrigen Wirtschaft in Zeitraum 2006 - 2010 überaus stabil gehalten. Damit wurden die Erbringer öffentlicher Dienstleistungen erneut als wichtige und beständige Arbeitgeber mit zuverlässigen Wirtschaftsinvestitionen in Europa bestätigt.

Dies ist eines der Ergebnisse der zweiten Projektstudie „Mapping Public Services”, die der Europäische Verband öffentlicher Arbeitgeber und Unternehmen CEEP letzte Woche präsentierte.

Zum politischen Report: LINK

Zur Studie: LINK

CEEP stellte die Projektergebnisse "Mapping II" im Rahmen seines Public Services Summit in Dublin seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit vor.

Die von der EU-Kommission co-finanzierte Studie bietet einen informativen Überblick über die ökonomischen Eckdaten der öffentlichen Dienstleistungen in Europa und erlaubt eine erste Einschätzung, wie Erbringer öffentlicher Dienstleistungen unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den damit einhergehenden Sparmaßnahmen ihre Leistungen aufrechterhalten konnten.

Die Ergebnisse der Studien zeigen neben dem stabilen Anteil der öffentlichen Dienstleistungen an der europäischen Wertschöpfung, dass die öffentlichen Arbeitgeber im Jahr 2010 knapp 30 Prozent der EU-Bevölkerung beschäftigt haben. Dies entspricht 65,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Auch hier konnte das Niveau aus 2006 (28,1 Prozent) gehalten werden. Die Studie bietet eine Ausschlüsselung der Beschäftigungszahlen nach Alter, Geschlecht und Unternehmensgröße.

Zudem haben die öffentlichen Dienstleister mit einer Investitionssumme von 501 Milliarden Euro einen Anteil von 22 Prozent an den Gesamtinvestitionen der EU27 geleistet. 2006 waren es noch 20,1 Prozent der Gesamtinvestitionen.

Zum Vergleich der  Beschäftigungs-, Investitions- und Wertschöpfungwerte nach  öffentlichen Branchen.

Die länderspezifischen Analysen der Beschäftigungs-, Investitions- und Wertschöpfungskennzahlen weisen für Deutschland folgende Werte aus:

 

2006

2007

2008

2009

2010

Beschäftigung

28.80%

28.70%

27.70%

28.30%

28.40%

Investitionen

20.80%

20.70%

21.10%

23.10%

22.80%

Wertschöpfung

22.70%

22.40%

24.30%

26.00%

24.70%

Beschäftigung, Investitionen und Wertschöpfung bleiben auch hier stabil und verzeichnen im Fall der Wertschöpfung und Investitionen sogar eine Steigerung.

Die Autoren der Studie wiesen in Dublin darauf hin, dass sich die besonders im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen in vielen EU-Staaten vorgegebenen finanziellen und wirtschaftlichen Einschnitte statistisch erst in den Jahren nach 2010 auswirken werden und nicht als eigenständige wirtschaftsstrategische Entscheidungen der Erbringer gewertet werden können.

Hintergrund zur Studie:

Grundlage der insgesamt 127 Seiten umfassenden Studie sind Datenerhebungen aus dem Jahr 2010 für den Zeitraum 2006 bis 2010. Mapping II wurde um einige Indikatoren erweitert und aktualisiert die Vorgängerstudie Mapping I, die auf Datenmaterial aus 2006 bis 2008 beruht.

Damit erlaubt Mapping II eine erste Einschätzung wie Erbringer öffentlicher Dienstleistungen unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den damit einhergehenden Sparmaßnahmen ihre Leistungen aufrechterhalten konnten.

Die Studie stellt wie in Mapping I auf öffentliche Dienstleistungen im Sinne des vielfach benutzten Begriffs der „Public Services“ ab, der den auf europäischer Ebene eingeführten Begriff der Dienstleistungen von allgemeinem (wirtschaftlichen) Interesse (DAWI) miterfasst. Es wurden daher alle Anbieter und Erbringer einbezogen, die in den Mitgliedstaaten sowohl in gemischt-wirtschaftlichen, in öffentlichen oder privaten Unternehmensformen als auch in Form von staatlicher Verwaltung existieren.

Insgesamt 18 öffentliche Branchen wurden unter dem Begriff der Public Services untersucht, wie beispielsweise öffentliche Verwaltung, netzgebundene Infrastrukturen, Gesundheit und soziale Dienstleistungen, sowie Erziehungswesen.

Dies wird anhand von ausgewählten Fallbeispielen verdeutlicht, in Deutschland beispielsweise durch zwei Berliner Projekte öffentlicher Unternehmen mit dem Land Berlin zur Beschäftigungssicherung benachteiligter Gruppen im Arbeitsmarkt („Berlin braucht dich!“ und „mehrwert Berlin“, siehe Studie ab Seite 59).

Die Studie wurde im Auftrag von CEEP von Cambridge Econometrics erstellt.

Zur Pressemitteilung

ZUR STUDIENHOMEPAGE:

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