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04.03.2013

CEEP bei MED Pol: Investitionen in Humankapital entscheidend, um Qualifikationen mit den Berufsanforderungen in Einklang zu bringen

Brüssel, 04.03.2013. Die Generalsekretärin des Europäischen Verbandes der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP), Valeria Ronzitti, stellte heute beim Treffen der europäischen Sozialpartner im Rahmen des Makroökonomischen Dialogs ein Thema in den Mittelpunkt, das in den Diskussionen über Beschäftigung und Sozialpolitik oftmals nur oberflächlich auf europäischer Ebene zur Sprache kommt: Die qualitative Geeignetheit von Ausbildungsbewerbern und Schulabgängern und deren Fähigkeiten für den Ausbildungsbedarf der Arbeitgeber.   

Die Europäischen Sozialpartner CEEP, EGB und Business Europe treffen sich zweimal pro Jahr mit hochrangigen Vertretern des Rates, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Makroökonomischen Dialogs auf politischer Ebene (MED Pol).

Ronzitti warb dafür, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit erfährt, da sich "eine anhaltende Diskrepanz zwischen Anforderungen und Fähigkeiten nachteilig auf die Produktivität und das Wachstumspotential auswirkt. In anderen Worten, dies hat auch makroökonomische Konsequenzen".

Sie forderte daher die EU-Mitgliedsstaaten auf, mehr Investitionen in Humankapital vorzunehmen, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Ebenso entscheidend seien aus Sicht des CEEP geeignete Lohngefüge, die Menschen mit wenig Erfahrung und Ausbildung trotzdem Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Investitionen werden für das fehlende Humankapital in seinen verschiedenen Ausprägungen benötigt, so die Generalsekretärin des CEEP.

Ronzitti erklärte weiter: "Die Vorschläge des von der EU-Kommission vorgelegten Sozialinvestitionspakets stellen eine gute Ausgangsbasis da. Aber in seiner Gesamtheit vernachlässigt das Paket die wachstumsfördernden Auswirkungen, die ein größeres Humankapital haben kann."

Abschließend betonte die CEEP-Generalsekretärin, den positiven Beitrag der öffentlichen Dienstleistungen für die Schaffung von Wachstum und Beschäftigung:

"Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Es besteht in der kohlenstoffarmen Wirtschaft, im Gesundheitswesen und bei den sozialen Diensten ein enormes Potential an Arbeitsplätzen und Wachstum".

Dies wird aus Sicht von CEEP einen positiven Einfluss auf die allgemeine Beschäftigungssituation in Europa haben, insbesondere auf die in weiten Teilen Europas vorherrschende Jugendarbeitslosigkeit.

CEEP, der Europäische Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen, ist der europäische Interessenverband der Unternehmen und Organisationen, die öffentliche Dienstleistungen erbringen. Außerdem ist er der europäische Spitzenverband der öffentlichen Arbeitgeber und als solcher einer der drei von den EU-Institutionen anerkannten europäischen Sozialpartner. Der bvöd bildet mit seinen Mitgliedern die deutsche Sektion des CEEP.