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04.07.2013

CEEP-Studie zeigt stabile Wertschöpfung öffentlicher Dienstleistungen in EU - Niveau bei Investitionen und Beschäftigtenzahlen bleibt konstant

Berlin, 4. Juli 2013. Öffentliche Dienstleistungen haben 2010 zu mehr als 26 Prozent zur europäischen Wertschöpfung beigetragen. Investitionen und Beschäftigung waren im Gegensatz zur übrigen Wirtschaft in Zeitraum 2006 - 2010 zudem überaus stabil.

Das ist eines der Ergebnisse der zweiten Projektstudie „Mapping Public Services” (Mapping II), die der Europäische Verband öffentlicher Arbeitgeber und Unternehmen CEEP kürzlich im Rahmen eines Public Services Summit in Dublin präsentierte.

„Die Studie beweist: Erbringer öffentlicher Dienstleistungen in ganz Europa sind beständige Arbeitgeber mit zuverlässigen Wirtschaftsinvestitionen,“ erklärt Hans-Joachim Reck, Präsident des CEEP, anlässlich der Studienpräsentation.

„Die Ergebnisse der Studien zeigten neben dem stabilen Anteil der öffentlichen Dienstleistungen an der europäischen Wertschöpfung, dass die öffentlichen Arbeitgeber im Jahr 2010 knapp 30 Prozent der EU-Bevölkerung beschäftigten, das sind 65,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so der CEEP-Präsident. „Auch hier konnte das Niveau aus 2006 mit 28,1 Prozent gehalten werden“, sagt Reck.

Die Investitionen öffentlicher Dienstleister leisteten im Jahr 2010 mit einer Gesamtsumme von 501 Milliarden Euro einen Anteil von 22 Prozent an den Gesamtinvestitionen der EU27. 2006 waren es noch 20,1 Prozent der Gesamtinvestitionen.

Grundlage der insgesamt 127 Seiten umfassenden Studie sind Datenerhebungen aus dem Jahr 2010 für den Zeitraum 2006 bis 2010. Damit erlaubt Mapping II eine erste Einschätzung, wie Erbringer öffentlicher Dienstleistungen unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den damit einhergehenden Sparmaßnahmen ihre Leistungen aufrechterhalten konnten.

Die länderspezifischen Analysen weisen für Deutschland ebenfalls stabile Beschäftigungs-, Investitions- und Wertschöpfungskennzahlen aus und verzeichnen im Fall der Wertschöpfung und Investitionen sogar eine Steigerung: Die öffentlichen Investitionen machten 2006 noch 20,8 Prozent aus, 2010 waren es bereits 22,8 Prozent. Der Anteil der nationalen Wertschöpfung lag bei 24,7 Prozent, 2006 wurden nur 22,7 Prozent verzeichnet. Der Anteil an der Beschäftigung sank von 2006 bis 2010 leicht von 28,8 auf 28,4 Prozent.

Die von der EU-Kommission co-finanzierte Studie bietet einen informativen Überblick über die ökonomischen Eckdaten der öffentlichen Dienstleistungen in Europa. Insgesamt 18 öffentliche Branchen wurden unter dem Begriff der „Public Services“ untersucht. Es wurden alle Anbieter und Erbringer einbezogen, die in den Mitgliedstaaten sowohl in gemischt-wirtschaftlichen, in öffentlichen oder privaten Unternehmensformen als auch in Form von staatlicher Verwaltung existieren.

Weitere Details: http://www.bvoed.de/nr.-7413-ceep-studienergebnisse-mapping-ii.html

Hintergrund:

CEEP, der Europäische Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen, vertritt sowohl öffentliche als auch private Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa, die auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene als öffentliche Arbeitgeber oder Erbringer öffentlicher Dienstleistungen tätig sind. CEEP ist einer der drei von den EU-Institutionen anerkannten europäischen branchenübergreifenden Sozialpartner.

Der Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen (bvöd) bildet mit seinen Mitgliedern aus Unternehmen und Verbänden die deutsche Sektion des CEEP.

Pressemitteilung als pdf: