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11.10.2013

Verhandlungen der europäischen Sozialpartner zur vertieften Analyse der Beschäftigungssituation in Europa

Brüssel, 11.10.2013. Gegenstand der Verhandlungen in den kommenden Monaten zwischen dem Europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) und den anderen branchenübergreifenden EU-Sozialpartnern wird die Analyse der Funktionsweise der europäischen Arbeitsmärkte sein ("in-depth employment analysis"). Grundlage dafür ist das gemeinsame Ergebnis der letzten Analyse von 2007.

Die neue Analyse wird kurzfristige Herausforderungen, die aus der Krise resultieren, und grundsätzliche strukturelle Probleme thematisieren.

Gegenstand der Gespräche wird zudem sein, wieso einige nationale Politiken auf viel effektivere Art und Weise als andere in der Lage waren und sind, der Krise insbesondere im Hinblick auf Beschäftigung und Qualifikationen zu begegnen.

Auf dieser Grundlage wollen die Sozialpartner gemeinsam Schlussfolgerungen ziehen und konkrete Empfehlungen an die Mitgliedstaaten und die EU-Institutionen weitergeben, die von allen europäischen und nationalen Sozialpartnern aufgegriffen und weiterentwickelt werden sollen.

Der Startschuss für die Verhandlungen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Arbeitslosigkeit der EU28 bei rund 11,0% liegt, was mehr als 26 Millionen Menschen entspricht. Ein erstes Treffen fand diesen Dienstag in Brüssel statt.

Jedoch ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass es auch Sektoren mit Beschäftigungswachstum gibt. Der am 9. September 2013 veröffentlichte Bericht des Europäischen Monitors für offene Stellen (European Vacancy Monitor, EVM) nennt zum Beispiel das Gesundheitswesen als Wachstumsbranche:

Im Jahr 2012 wurden fast eine Million Menschen im Gesundheitswesen in der EU eingestellt und die Beschäftigung stieg zwischen 2008 und 2012 in diesem Sektor um fast 2% pro Jahr.

Das aktuelle Arbeitsprogramm der europäischen Sozialpartner betont, dass Europa gut funktionierende Arbeitsmärkte und Arbeitskräfte mit den notwendigen Qualifikationen braucht, um mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen.

Es müssen daher entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Arbeitnehmer, deren Integration und Verbleib in den europäischen Arbeitsmärkten zu ermöglichen.

Dies ist ein zentrales Anliegen, das CEEP als Europäischer Sozialpartner aktiv für den öffentlichen Dienst und die öffentlichen Arbeitgeber in den anstehenden Verhandlungen vertreten wird. Für die deutsche Sektion CEEP wird Dr. Armin Augat (KAV Bayern) der CEEP-Verhandlungsgruppe angehören.