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09.07.2012

EU-Kommission ruft zu Projektideen in der Abfallentsorgung für RP7 auf

7. Forschungsrahmenprogramm ist mit über acht Milliarden Euro ausgestattet

Brüssel, 09.07.2012. Die EU-Kommission hat heute (Montag) die letzte Runde zur Einreichung von Vorschlägen innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms (RP7) gestartet und legt dabei den Fokus u.a. auf die Abfallentsorgung.

Im Zuge des Forschungsrahmenprogramms werden 8,1 Milliarden Euro für Projekte und Ideen bereitgestellt, mit denen Europas Wettbewerbsfähigkeit gesteigert wird, Fragen wie die menschliche Gesundheit und der Umweltschutz angegangen werden und neue Lösungen für die zunehmenden Herausforderungen der Verstädterung und der Abfallbewirtschaftung gesucht werden.

"Wenn Europa im 21. Jahrhundert wettbewerbsfähig bleiben will, müssen wir die Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützen, die jetzt und in Zukunft Wachstum und Arbeitsplätze sichern. Die starke Konkurrenz bei der Beantragung von EU-Fördermitteln stellt sicher, dass das Geld der Steuerzahler für die besten Projekte verwendet wird, die sich mit Fragen befassen, die uns alle betreffen", sagte die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn.

Die Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen sind sowohl auf Innovationen als auch auf eine Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen ausgerichtet und schaffen somit einen Übergang zu Horizont 2020, dem nächsten Forschungsförderungsprogramm der EU von 2014-2020.

Die Förderung durch RP7 steht Organisationen und Unternehmen in allen EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern gleichermaßen offen. Sie stellt den Löwenanteil des vorgeschlagenen Forschungshaushalts der EU für 2013 dar, der insgesamt 10,8 Milliarden Euro beträgt.

Besonderes Augenmerk gilt den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), für die Fördermittel von bis zu 1,2 Mrd. EUR vorgesehen sind. Rund 2,7 Mrd. EUR werden dazu beitragen, Europas Reputation als Standort allererster Klasse in der Forschung zu festigen, hauptsächlich durch Einzelzuschüsse des Europäischen Forschungsrats (1,75 Mrd. EUR) und durch Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (963 Mio. EUR) für Ausbildung und Mobilität in der Forschung.

Zu den thematischen Forschungsprioritäten des 7. Forschungsrahmenprogramms gehören:

  • "Der Ozean von morgen" mit etwa 155 Millionen Euro zur Unterstützung des nachhaltigen Wachstums in der Meereswirtschaft

  • "Intelligente Städte und Gemeinden" mit etwa 365 Millionen Euro für Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit städtischer Gebiete

  • die Bekämpfung der Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien mit etwa 147 Millionen Euro und innovative Lösungen zur Bewirtschaftung der Süßwasserressourcen mit nahezu 100 Millionen Euro

Alle Infos und Möglichkeiten zur Einreichung von Projektideen sind unter www.ec.europa.eu/research/fp7 aufgeführt.


Hintergrund:

Das seit 2007 laufende Rahmenprogramm RP7 ist mit insgesamt 55 Mrd. EUR für Forschung und Innovation ausgestattet. Bisher wurden mit ihm 19 000 Projekte mit insgesamt über 79 000 Beteiligten (Universitäten, Forschungsorganisationen und Unternehmen) in allen EU-Mitgliedstaaten gefördert. Alles in allem hat die EU auf diesem Weg bis jetzt 25,3 Mrd. EUR beigetragen. Schätzungen zufolge werden mit dem Programm bis 2013 etwa 55 000 berufliche Laufbahnen einzelner Forscherinnen und Forscher unmittelbar unterstützt worden sein.

Der gesamte Forschungshaushalt der EU enthält darüber hinaus Mittel, die nicht in den heute angekündigten Aufforderungen enthalten sind. Hierzu gehören die Förderung gemäß dem Euratom-Vertrag im Bereich der Kernenergieforschung (993 Mio. EUR) sowie die Unterstützung gemeinsamer Technologieinitiativen mit der Industrie (751 Mio. EUR) oder gemeinsamer Programme der Mitgliedstaaten. Außerdem fließen in den Haushalt Mittel für die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission und der Beitrag der Kommission zur Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis (RSFF) ein, die von der Gruppe der Europäischen Investitionsbank verwaltet wird.

Quelle: Pressemitteilung der EU-Kommission: "8,1 Mrd. EUR für Forschung und Innovation, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen", IP/12/752