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04.07.2013

CEEP in Berlin bei hochrangiger Konferenz zur Förderung der Jugendbeschäftigung in Europa: "Öffentliche Dienstleistungen sind Teil der Lösung für die derzeitige Krise der Jugendbeschäftigung"

Berlin, 04.07.2013. Dies war die zentrale Botschaft der CEEP-Vizepräsidentin Milena Angelova in der gestrigen Gipfel-Konferenz in Berlin zur Förderung der Jugendbeschäftigung in Europa. CEEP nahm als einer der Europäischen Sozialpartner in seiner Funktion als öffentlicher Arbeitgeberverband an dem von der deutschen Bundesregierung organisierten Treffen teil.

Angelova erklärte in der Runde der Sozialpartner mit den Vertretern der EU-Staaten und der EU-Institutionen:

"Jeder von uns an diesem Tisch hat unterschiedliche Mandate und  Verantwortlichkeiten wenn es darum geht, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Beschäftigung von Jugendlichen zu fördern. Mit vereinten Kräften können wir das volle Potential der öffentlichen Dienstleistungen ausschöpfen und damit für eine steigende und nachhaltige Beschäftigung junger Menschen sorgen“.

Um dieses Potenzial zu erschließen, müssten mehrere Herausforderungen bewältigt werden, so die CEEP-Vize-Präsidentin.

Trotz Rekordarbeitslosigkeit haben einige Bereiche, wie das Bildungs-, Transport- und Gesundheitswesen, große Schwierigkeiten Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten und Qualifikationen zu finden.

Darüber hinaus verzeichnen die Erbringer öffentlicher Dienstleistungen die Tendenz einer älter werdenden Belegschaft, was zugleich Herausforderung wie Chance ist.

Momentan ist einer von drei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst 50 Jahre oder älter.

„In den kommenden Jahren müssen viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden. Abnehmende öffentlichen Haushalte in vielen Mitgliedstaaten führen jedoch zu Einstellungsstopps und Stellenabbau und blockieren somit das Beschäftigungspotential für Jugendliche“.

Angelova betonte, dass „eine bessere Beratung und Betreuung  junger Menschen bereits während ihrer Ausbildung nötig ist. Dadurch wird eine Verbindung zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt geschaffen und die Übergangsphase zur Beschäftigung erleichtert.“

CEEP-Vize-Präsidentin Angelova fügte hinzu, dass es notwendig sei, dass Unternehmen und Bildungsanbieter enger zusammenarbeiten, um diesen Übergang zu meistern und das Missverhältnis zwischen Anspruch und Realität bei den Qualifikationen zu reduzieren.

Die europäischen Sozialpartner, darunter CEEP, präsentierten ihren kürzlich ausgehandelten Aktionsrahmen zur Jugendbeschäftigung, der zum einen Fehlentwicklungen nationaler Arbeitsmarktsysteme identifiziert, gelungene Unternehmens- und Behördenprojekte als Fallbeispiele wirksamer Initiativen zur Förderung der Jugendbeschäftigung aufzeigt, Empfehlungen an öffentliche Institutionen auf EU-Ebene und Ebene der Mitgliedsstaaten ausspricht und zum anderen die Verpflichtung der nationalen Sozialpartner enthält, tätig zu werden und auf EU-Ebene über Maßnahmen Bericht zu erstatten.

Mit der deutschen Bundeskanzlerin und deutschen Arbeitsministerin nahmen gestern EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, zusammen mit 20 EU-Staats- und Regierungschefs, Arbeitsministern und Leitern der nationalen Arbeitsagenturen an Gesprächen teil, um ihre Erfahrungen bei der Jugendbeschäftigung auszutauschen.

Am Vormittag trafen sich zunächst die Chefs der nationalen Arbeitsagenturen und die Arbeitsminister. Die Staatschefs präsentierten am Nachmittag positive Beispiele aus der Arbeitsmarktpolitik ihrer Länder und berichteten über Probleme in ihren Arbeitsmärkten.

Weitere Informationen:

Materialen zur Konferenz zur Förderung der Jugendbeschäftigung in Europa des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (also in English available):