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16.02.2015

CEEP-Praxis-Projektreihe findet Abschluss in Lissabon

Projekt “Exchange of practices between leaders of public services” lief seit 2013

Brüssel/Lissabon, 16.02.2015. Mit dem fünften und letzten Seminar fand Anfang Februar 2015 das branchenübergreifende und von der EU co-finanzierte Projekt “Exchange of practices between leaders of public services” des CEEP seinen Abschluss. Das 2013 begonnene Projekt hatte in den letzten beiden Jahren rund 100 Führungskräfte aus dem Bereich der öffentlichen Dienstleistungen an verschiedenen Orten Europas zusammengebracht.

Das Seminar in Lissabon fand am 6. Februar 2015 statt. Co-organisiert vom CEEP-Generalsekretariat und der portugiesischen Sektion des CEEP diskutierten die Teilnehmer die "Entwicklung von Synergien und die Bewältigung des Wandels in öffentlichen Dienstleistungen in Zeiten von Finanzzwängen“ an folgenden Fragen:

  • Was sind die wichtigsten Herausforderungen bei einem Zusammenschluss von Unternehmen und Dienstleistungsanbietern?
  • Welche Methoden gibt es, um Synergien zwischen Abteilungen und Anbietern zu entwickeln?
  • Was sind übertragbare Lösungen für eine finanziell tragfähige und nachhaltige Bereitstellung von Diensten?

Lissabon nahm als Tagungsort eine symbolische Rolle ein, schließlich ist gerade Portugal von der Finanzkrise stark betroffen und viele Anbieter von Dienstleistungen von allgemeinem Interesse haben tiefgreifende Restrukturierungs- und Anpassungsprozesse vor und hinter sich, während sie gleichzeitig die hohe Qualität der Dienstleistungen für die Bürger sicherstellen müssen.

Rui Loureiro, neuer Präsident von Transportes de Lisboa, erläutert die Strategie des Unternehmens, die im Wesentlichen darin besteht, das Defizit zu senken, indem die Unternehmensstruktur nach dem Vorbild der Londoner Transportgesellschaft TfL und der Pariser RATP umgestaltet wird, sowie zugleich die Intermodalität zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern der Stadt zu erhöhen.

António Ramalho CEO von Infrastructures de Portugal stellte die finanziellen Hintergründe der Verschmelzung der portugiesischen Eisenbahn- und Straßeninfrastruktur-Unternehmen vor.

José Pedro Soares von APS Porto de Sines präsentierte, wie das Unternehmen drei bislang autonome Häfen integrierte.

Die Beiträge von Rob Titheridge von Transport for London (TfL) und Dr. Armin Augat, KAV Bayern, über Verbesserungspotentiale in Personalstrukturen und in der Kommunikation, rundeten den internationalen Input des Seminars ab.

Der Projektpartner von CEEP, die Berater von Wilke, Maack & Partner stellten das zum Frühjahr 2015 geplante Toolkit zum Projekt vor.

Rückschau zum Projekt:

Beim Aufsetzen des Projektes im Jahr 2013 war geplant, Führungsverantwortliche aus dem Bereich der öffentlichen Dienstleistungen zusammenzubringen und zukünftige Schulungsmaßnahmen für CEEP-Mitglieder zu initiieren.

Ein Jahr und fünf Seminartreffen in London (12. Juni 2014), Athen (30. Juni 2014), Nikosia (13. Oktober 2014), Rom (11. Dezember 2014) und Lissabon später, sind insgesamt mehr als 100 Führungskräfte zusammengekommen, um sich mit CEEP über zukünftige Herausforderungen in ihren Sektoren auszutauschen. Die Treffen waren thematisch von aktuellen politischen Prioritäten der nationalen und EU-Agenden und von eingebrachten Themen der CEEP-Mitglieder geprägt: Human Ressource Management, der Austausch mit Aufsichtsbehörden, die Antizipation von Veränderungen und das Managen öffentlicher Dienstleistungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten waren einige der Themen.

Entsprechend der Sektoren-Heterogenität innerhalb der Mitgliedschaft von CEEP als sektorübergreifender Verband kamen in den Seminaren somit sehr verschiedene Themen zur Sprache, was es ermöglichte, über den Rahmen einer bestimmten Branche oder eines bestimmten Landes hinauszublicken. Gerade in diesem branchenübergreifenden Ansatz eines solchen Projektes zeigt sich der Mehrwert von CEEP.

In Koordination zwischen den nationalen Partnern und CEEP waren Experten und/oder Generalisten zu den jeweiligen Themen vorab identifiziert und als Hauptredner zu den Seminaren eingeladen worden. Es wurde schon zu Beginn der Seminarreihe klar, dass Veränderung (change) keine Option, sondern ein Muss für viele Führungskräfte ist. Die Realität zeigt, dass öffentliche Dienstleistungsunternehmen, abhängig vom Tätigkeitsfeld und den Ländern der Umsetzung einer Vielzahl von Veränderungen in den letzten Jahren unterworfen waren. Die Gründe für diese Veränderungen, die sich in ganz Europa gezeigt haben, reichen von den Wirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bis hin zu den Erfordernissen, die Qualität von vielen Dienstleistungen für den Bürger zu verbessern.

Nach Abschluss des Projektes wird CEEP ein Toolkit herausgeben, welches die wesentlichen Inhalte der Sitzungen und auch die in den Seminaren gehaltenen Präsentationen bündeln wird. 

Einige gehaltene Präsentationen sind bereits heute abrufbar:

Entsprechend der Sektoren-Heterogenität innerhalb der Mitgliedschaft von CEEP als sektorübergreifender Verband kamen in den Seminaren sehr verschiedene Themen zur Sprache, was es ermöglichte über den Rahmen einer bestimmten Branche oder eines bestimmten Landes hinauszublicken. Gerade in diesem branchenübergreifenden Ansatz eines solchen Projektes zeigt sich der Mehrwert von CEEP.

Quelle: CEEP