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05.03.2013

CEEP stellt EU-Sozial-Troika Projekte und Aktionen zur Förderung der Jugendbeschäftigung vor

Brüssel, 04.03.2013. Im Februar besuchte die CEEP-Generalsekretärin Valeria Ronzitti in Dublin ein informelles Treffen der EU-Sozialpartner mit den drei Ministern für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten der aktuellen und kommenden Ratspräsidentschaften (Irland, Litauen, Griechenland).

Thema des Treffens war die Entwicklung von Berufs- und Ausbildungsqualifikationen bei Arbeitnehmern, um deren Suche nach Arbeit oder Verbleib im Erwerbsleben zu fördern.

Dieses Thema ermöglichte es Ronzitti, den Ministern und anderen EU-Sozialpartnern die wichtigsten Aktionen und politischen Botschaften vorzustellen, die für CEEP und seine Mitglieder bereits seit einiger Zeit im Vordergrund stehen.

In ihrem Beitrag rief sie die Minister dazu auf, sich für eine bessere Synergien zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung auf der einen Seite und Unternehmen auf der anderen Seite einzusetzen.

Ronzitti stellte das gemeinsame Projekt von CEEP und des sektoralen Verbandes EFEE (The European Federation of Education Employers) vor, das analysiert, welche Kompetenzen Beschäftigte brauchen, um den gestellten Anforderungen der Erbringer öffentlicher Dienstleistungen auch in Zukunft zu entsprechen (“Matching education with the needs of public services on the labour market”.)

Mit den Maßnahmen der Rheinenergie AG als Best Practice Beispiel, unterstrich die CEEP-Generalsekretärin, die Bemühungen der öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber zur Förderung der Jugendbeschäftigung. Die Rheinenergie AG ist als lokaler Energieversorger in der Region Köln tätig und Teil der Stadtwerke Köln GmbH. Die Stadtwerke sind Mitglied der deutschen Sektion des CEEP.

Unter mehreren Ausbildungsmöglichkeiten bietet die Rheinenergie jedes Jahr zahlreiche Ausbildungsplätze im Rahmen des dualen Berufsausbildungssystems an. Dieses beinhaltet die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule bzw. im tertiären Bereich an der Berufsakademie. Das bedeutet, dass Studierende und Lehrlinge im Unternehmen ausgebildet werden und gleichzeitig einen beruflichen Schulabschluss erwerben.

Zum erfolgreichen Abschluss der dualen Ausbildung wird allen Auszubildenden automatisch ein auf 12 Monate befristeter Vertrag bei der Rheinenergie angeboten. Zwischen 70-80% dieser Verträge werden nach den 12 Monaten in eine unbefristete Anstellung umgewandelt, was ein wichtiger Faktor für die Förderung der langfristigen Beschäftigung junger Arbeitnehmer ist.

Das Beispiel der Rheinenergie AG wurde durch das CEEP-Projekt "Förderung der Beschäftigung von Jugendlichen im öffentlichen Dienst" bekannt. Dieses gemeinsame Projekt der Europäischen Sozialpartner CEEP und EGB wurde Mitte 2012 gestartet, um auf Aspekte der Beschäftigung von Jugendlichen bei Erbringern öffentlicher Dienstleistungen mit konkreten Lösungsansätze einzugehen: "Jugendbeschäftigung im Fokus europäischer Projektarbeit der öffentlichen Dienstleister".

Konferenz zum gemeinsamen Projekt von CEEP und EGB im April: "Förderung der Jugendbeschäftigung im öffentlichen Dienst"

Hier werden die Ergebnisse in einer Abschlusskonferenz am 24. April 2013 in Brüssel vorgestellt. Die deutsche Sektion des CEEP wird durch Mitgliedsunternehmen vertreten sein.

Die öffentlichen Arbeitgeber wenden generell das duale Ausbildungssystem flächendeckend an und bilden oftmals über ihren Eigenbedarf hinaus aus. Zudem verzeichnen öffentliche Unternehmen eine hohe Übernahmequote der Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis.

Auf der Tagesordnung des Treffens stand zudem eine Debatte über die die soziale Dimension der europäischen Wirtschafts-und Währungsunion (WWU). Die Rolle des Europäischen Sozialdialoges ist Bestandteil dieser Debatte .

Ronzitti forderte die Minister im Namen von CEEP auf, die Sozialpartner auf ehrliche Art und Weise in die Debatte einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse effektiv und umsetzbar sind.

CEEP, der Europäische Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen, ist der europäische Interessenverband der Unternehmen und Organisationen, die öffentliche Dienstleistungen erbringen. Außerdem ist er der europäische Spitzenverband der öffentlichen Arbeitgeber und als solcher einer der drei von den EU-Institutionen anerkannten europäischen Sozialpartner. Der bvöd bildet mit seinen Mitgliedern die deutsche Sektion des CEEP.


Hintergrund zur EU-Sozial-Troika:

Alle nationalen Minister für Beschäftigung und Sozialpolitik treffen sich viermal jährlich im Rat für Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO), um über Strategien zur Verbesserung von Lebensstandard und -qualität der europäischen Bürger zu diskutieren.

Die Minister der EU-Troika, die sich aus der aktuellen Ratspräsidentschaft und den beiden Nachfolgern zusammensetzt, treffen sich zudem traditionell mit den Europäischen Sozialpartnern.

CEEP-Meldungen zu bisherigen EU-Sozial-Troika-Treffen: