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16.07.2015

EU-Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften einigen sich auf Arbeitsprogramm 2015-2017

Brüssel, 15. Juli 2015. Das fünfte eigenständige Arbeitsprogramm der Sozialpartner auf EU-Ebene, eine „Partnerschaft für integratives Wachstum und Beschäftigung“, stellt die Weichen für das gemeinsame Handeln der EU-Sozialpartner 2015-2017. Außerdem einigten sich die EU-Sozialpartner auf eine gemeinsame ausführliche Beschäftigungsanalyse der europäischen Arbeitsmärkte.

Acht Jahre nach ihrer ersten gemeinsamen Arbeitsmarktanalyse geben die EU- Sozialpartner wichtige Empfehlungen für den Umgang mit den Herausforderungen, die aus der Krise und den   strukturellen Problemen  hervorgegangen sind. Bei diesen Empfehlungen geht es unter anderem darum, dass der soziale Dialog Wachstum und Arbeitsplätze unterstützen kann, dass etwas gegen das europäische Versagen bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze getan und die Produktivität gefördert werden muss und wie wichtig es ist, Ungleichheit und Armut zu bekämpfen.

Mit ihrer Präsentation der gemeinsamen Analyse und eines eigenständigen Arbeitsprogramms zeigen die EU-Sozialpartner, dass sie die Verantwortung dafür übernehmen, die durch die Krise entstandenen Schwierigkeiten zu überwinden, indem sie mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit der EU steigern und Investitionen und Wachstum wieder in  Gang bringen.

Aus diesem Grund einigten sich die EU-Sozialpartner darauf:

  • Eine autonome Rahmenvereinbarung über das aktive Altern und einen generationsübergreifenden Ansatz auszuhandeln;

  • Ihre Bemühungen zur Verbesserung der Umsetzung ihrer autonomen Rahmenvereinbarungen zu verstärken, wobei vor allem die 9 bis 10 Mitgliedsstaaten, in denen die Umsetzung als unzureichend bezeichnet wurde, im Mittelpunkt stehen;

  • Hervorzuheben, wie wichtig eine Steigerung der öffentlichen und privaten Investitionen ist, um das Wachstum zu optimieren, die Entstehung neuer Arbeitsplätze anzukurbeln und den Industriestandort EU zu neuem Leben zu erwecken;

  • Gemeinsame Schlussfolgerungen zur Förderung eines besseren Ausgleichs zwischen Arbeits-, Privat-, und Familienleben sowie der Geschlechtergleichstellung zur Reduzierung geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede zu erarbeiten;

  • Die Kompetenzentwicklung zu verbessern, um den Bedürfnissen der Digitalwirtschaft gerecht zu werden, und eine wirksame aktive Arbeitsmarktpolitik umzusetzen, um Kompetenzlück zu schließen, denn Übergang von der Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung zu erleichtern und mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen;

  • Die Bemühungen der EU-Institutionen zur Entwicklung eines Mobilitätspaketes zu unterstützen, Gesetzeslücken und Durchsetzungsprobleme bei der Mobilität von Arbeitnehmern und die Mobilität von Ausbildungsstellen zu fördern

 

Quelle: CEEP

Arbeitsprogramm 2015-2017

Ausführliche EU-Beschäftigungsanalyse