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24.02.2014

CEEP-EFEE: Ausbildung im Bereich der Öffentlichen Dienstleistungen muss mit den veränderten Anforderungen im Arbeitsmarkt zusammengebracht werden

Brüssel, 24.02.2014. Das letzte Seminar der CEEP-EFEE-Projektreihe „Matching education with the needs of public services in the labour market” (Anpassung von Ausbildung an die Anforderungen der öffentlichen Dienstleistungen an den Arbeitsmarkt) fand am 24. Januar 2014 in Brüssel statt. Diese Abschlussveranstaltung ging maßgeblich auf die Ergebnisse des Projekts und dessen politische Empfehlungen bezüglich der aktuell und zukünftig benötigten Kompetenzen innerhalb der öffentlichen Dienstleistungen ein.

Ausgangspunkt des Projekts war die Tatsache, dass es für Arbeitgeber im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen trotz der teilweise hohen Arbeitslosigkeit in den EU-Mitgliedsstaaten nach wie vor schwierig ist, bestimmte Positionen im Unternehmen zu besetzen. Das Projekt zielte daher darauf ab, eine „Sammlung“ aus Sicht der öffentlichen Arbeitgeber bezüglich zukünftig benötigter Fähigkeiten und Kompetenzen von Arbeitnehmern zu erstellen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Sektoren öffentlicher Nahverkehr, Gesundheitsversorgung und Bildung.

Das Projekt beschäftigte sich zudem mit Best Practices als Quelle der Inspiration für Erbringer öffentlicher Dienstleistungen und verfasste Empfehlungen an die Politik.

Die Generalsekretärin des CEEP, Valeria Ronzitti, führte dazu aus: „Dank des Projekts haben wir eine umfassende Abbildung der zukünftig benötigten Kompetenzen bei Mitarbeitern, damit die öffentlichen Unternehmen in die Lage versetzt werden, die Erwartungen der Bürger von einer effektiven öffentlichen Dienstleistung zu erfüllen. Dies kann jedoch nur gelingen durch eine verstärkte Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Bildungs- wie Ausbildungsanbietern und der Stärkung des Dialogs zwischen der Welt der Unternehmen und der der Bildung, wie ihn CEEP und EFEE anstreben“.

Bianka Stege, Generalsekretärin von EFEE, sagte: „Mehr denn je ist wichtig, die Frage nach den passenden Fähigkeiten und Kompetenzen anzugehen. Es ist Zeit unserer Verantwortung als Arbeitgeber gerecht zu werden und die Verbindung zwischen Bildung und öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern“.

Das Abschlussseminar im Januar stellte die Ergebnisse des Projekts vor und diskutierte über sinnvolle Praktiken. 

So wurden verschiedene Beispiele für Kompetenzen und Fähigkeiten für lokale und regionale Dienstleistungen durch die Organisation KT Local government employers aus Finnland erläutert: Key competences needed, Sirpa Sivonen, KT

Foto CEEP-EFEE-Seminar, (c) CEEP 2014Ergänzt wurde diese Präsentation durch den Vortrag eines Vertreters der finnischen Berufsbildungseinrichtung InnoOmina, (s. Foto, Mitte) der aufzeigte, wie seine Organisation ihre Kontakte zu lokalen Unternehmen vertiefte, um zum einen die Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden und zum anderen die Attraktivität der Berufsbildungseinrichtungen für Schüler zu steigern: Increasing the attractiveness of VET and cooperation between education and business, Sampo Suihko, City of Espoo

Zwei kommunale Unternehmen aus Lissabon, Carris - Transportes Públicos Lisboa (zum Vortrag) und Gebalis - Gestão dos Bairros Municipais de Lisboa (zum Vortrag), stellten vor, wie sie dafür sorgen, dass ihre Bedürfnisse bezüglich der Fähigkeiten und Kompetenzen von Arbeitnehmern mit der Ausbildungspraxis übereinstimmen.

Als Highlight des Austausches von Praxisbeispielen stellte der stellvertretende Direktor von CEDEFOP (Europäische Agentur zur Entwicklung der Berufsbildungspolitik), Christian F. Lettmayr, die neuesten Prognosen und Arbeitgeberbefragungen der Agentur zur Beschäftigung vor. Für Lettmayr ist das CEEP-EFEE-Projekt von größter Relevanz, „nicht nur, weil die öffentlichen Dienstleistungen einen großen Anteil der Gesamtbeschäftigung darstellen, sondern auch, weil deren Qualität und Effizienz einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesellschaft, das tägliche Leben und die Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft haben“.

Foto CEEP-EFEE-Seminar, (c) CEEP 2014Die Beiträge der Vertreter der branchenübergreifenden Sozialpartner, BusinessEurope (private Arbeitgeber) und ETUCE (European Trade Union Committee for Education: zum Vortrag), wurden mit politischen Empfehlungen des Direktors der Generaldirektion für Bildung und Kultur (DG EAC), Pierre Mairesse (s. Foto, re.), abgerundet. Mairesse ist in der EU-Kommission für die Umsetzung und Entwicklung der Europa 2020-Strategie im Bereich der nationalen Aus- und Bildungssysteme zuständig. Er äußerte seine klare Unterstützung für das Projekt und lobte dessen Spezifität und Konkretheit.

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) nahm als Mitglied von CEEP Deutschland an der Veranstaltung teil.

Präsentationen sowie die Politikempfehlungen finden Sie hier: LINK