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07.02.2013

CEEP fordert von EU-Staaten mehr Investitionen in Humankapital

Dublin, 07.02.2013. „Europa benötigt Investitionen in sein Humankapital, um ein einheitliches Niveau bei den Qualifikationen seiner Arbeitnehmer zu erreichen“, forderte heute Valeria Ronzitti, Generalsekretärin des CEEP, bei einem informellen EU-Sozial-Troika-Treffen der europäischen Sozialpartner mit europäischen Ministern für Beschäftigung und soziale Sicherheit in Dublin.

Ronzitti betonte ebenfalls die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung auf der einen und Unternehmen auf der anderen Seite:

"CEEP spielt als europäischer Verband, der sowohl Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen als auch Unternehmen vertritt, eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang. Wir arbeiten daher schon an einem Projekt, um die Erbringer öffentlicher Dienstleistungen mit dem Bildungsbereich enger zu verknüpfen“.

In Sorge um die alarmierend hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Mitgliedstaaten, betonte Ronzitti, dass "die Mitgliedstaaten und die Sozialpartner auf allen Ebenen eine gemeinsame Verantwortung haben, diese Situation zu ändern“. Die Mitgliedstaaten hätten die Aufgabe in ihrer Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik kohärent zu sein und wachstumsfreundlichen Ausgaben Vorrang zu gewähren, wie beispielsweise Investitionen in Bildung zu tätigen, statt diese zu kürzen.

Im Hinblick auf die laufende Debatte über die soziale Dimension der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, die auch den sozialen Dialog betrifft, erklärte Valeria Ronzitti als abschließende Bemerkung, dass "wir als CEEP diese Debatte begrüßen, weil wir davon überzeugt sind, dass die europäische wirtschaftliche und soziale Integration in der EU weitergehen sollte und auch wird. Aber damit diese Debatte ihre Wirkung entfalten kann, ist die Beteiligung der Sozialpartner ausschlaggebend“.

Die nationalen Minister für Beschäftigung und Sozialpolitik der amtierenden Ratspräsidentschaft (aktuell Irland) und der beiden Nachfolger für den EU-Ratsvorsitz (2013: Litauen, 2014: Griechenland) treffen sich traditionell mit den europäischen Sozialpartnern im Vorfeld des Rates für Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO), um als Troika über zukünftige Strategien zur Verbesserung der Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik zu beraten.

Quelle: CEEP Press Release 02/2013, 7 February 2013: "CEEP at Informal Troika in Dublin, Ireland. CEEP: Investments in human capital needed to tackle increasing skills mismatch in Europe"


CEEP ist der europäische Interessenverband der Unternehmen und Organisationen in Europa, die öffentliche Dienstleistungen erbringen. Außerdem ist er der europäische Spitzenverband der öffentlichen Arbeitgeber und als solcher einer der von den EU-Institutionen anerkannten europäischen Sozialpartner. Der bvöd ist die deutsche Sektion des CEEP.