Geschäftsstelle Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen - Deutsche Sektion des CEEP e.V.

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04.12.2012

UN-Klimakonferenz: CEEP fordert Beitrag der Erbringer öffentlicher Dienstleistungen in Klimaschutzpolitik zu berücksichtigen

Brüssel, 04.12.2012. Die UN-Klimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Die 18. Konferenz findet dieses Jahr noch bis zum 7.12.2012 in Doha (Katar) statt.

CEEP sandte daher im Namen der Erbringer öffentlicher Dienstleistungen ein Statement an die Europäische Union, die an den Verhandlungen in Doha beteiligt ist: "CEEP message to the EU on climate change in view of the COP 18" (pdf)

In der Stellungnahme erinnert CEEP an die Bedeutung der Daseinsvorsorge in der Klimapolitik und unterstreicht, dass die Erbringer öffentlicher Dienstleistungen für  „die nötigen beständigen und langfristigen Ansätze sowohl zur Bekämpfung des Klimawandels, als auch zu der notwendigen Anpassung an den Klimawandel“ stehen.

Ihr  Motto „im Dienst des Gemeinwohls“ stehe in besonderer Weise für die Sensibilisierung der Bürger hinsichtlich der Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel, da sie den  Bürgern praxisorientierte, klimafreundliche Verhaltensweisen nahebrächten.

CEEP argumentiert zudem, dass durch die Entwicklung und den Einsatz umweltfreundlicher innovativer Technologien durch die öffentlichen Dienstleister der Klimawandel als ökonomische Chance angesehen werden könne: Diese Investitionen im Kampf gegen den Klimawandel und zur Anpassung an die Klimaveränderungen leisteten einen Beitrag zum Wachstum und sollten daher entsprechend gefördert werden.

CEEP fordert darüber hinaus, dass die  Klimapolitik nicht nur von oben verordnet, sondern auch vor Ort vorbildhafte Maßnahmen und Projekte „zur Feinabstimmung der Entscheidungen“  integrieren sollte. Gerade die lokale Umsetzung garantiere eine bessere Wirksamkeit  und Effizienz der Maßnahmen und ermögliche so Synergien.

Ein Beispiel für solche vorbildhaften Maßnahmen zeigt das branchenübergreifende Klimaschutzpapier von Mitgliedsunternehmen und –verbänden des bvöd und der deutschen Sektion des CEEP auf. Der bvöd als branchenübergreifender Verband der öffentlichen Dienstleistungen in Deutschland hat sich damit das Ziel gesetzt, die vielfältigen Beiträge aus der kommunalen Wirtschaft, von Gebietskörperschaften und von Unternehmen öffentlicher Dienstleistungen für den Klimaschutz aufzuzeigen und ihre Stellung als Vorreiter im Klimaschutz anhand guter Praxisbeispiele zu unterlegen.

Das Papier trägt daher den Titel „Kommunale Wirtschaft, Gebietskörperschaften und Unternehmen öffentlicher Dienstleistungen als Vorreiter im Klimaschutz“ und erscheint Anfang 2013.

CEEP, der Europäische Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen, vertritt sowohl öffentliche als auch private Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa, die auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene als öffentliche Arbeitgeber oder Erbringer öffentlicher Dienstleistungen tätig sind. Die CEEP-Mitglieder tragen mit mehr als 26% zum BIP der EU bei und beschäftigen 30% aller Erwerbstätigen in der EU. CEEP ist einer der drei von den EU-Institutionen anerkannten europäischen branchenübergreifenden Sozialpartner.

Der bvöd bildet mit seinen Mitgliedern die deutsche Sektion des CEEP.