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11.10.2011

GÖW-Akten mit historischem Wert für Nachwelt gesichert

Berlin, 11.10.2011. Was früher ganze Aktenordner und -schränke füllte, passt heutzutage dank der Digitalisierungs- und Scantechnik auf einen einzigen Datenträger.

So ist eine einzige DVD das Ergebnis einer Digitalisierung von insgesamt sechs Umzugskartons mit 77 GÖW-Einzelakten und 25424 Seiten Material.

Diese Akten stammen aus dem eingelagerten Material der Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft (GÖW) und umfassen die Schriftwechsel aus den Jahren 1951 bis 1960 sowie Protokolle des Wissenschaftlichen Beirats (WBR) aus dem Zeitraum von 1953 bis 1969.

Ein Wasserschaden hatte die Digitalisierung der Akten notwendig gemacht, da sonst der historische Wert der GÖW-Hinterlassenschaft für immer vernichtet worden wäre.

Der bvöd hatte die Peter Krause Akten-Service und Logistik GmbH mit der Datensicherung beauftragt.

Deren Geschäftsführer Markus Banach beschreibt die Herangehensweise seiner Firma folgendermaßen:

„Im Vorfeld wurde ein Testlauf durchgeführt, um zu bestimmen inwiefern sich die Akten für eine Stapelverarbeitung am Dokumentenscanner eignen und in welcher Qualität die Dokumente gescannt werden sollen. Zu Beginn der Vorbereitung wurden die  übergebenen Dokumente zunächst zehn Tage in einem separaten Raum zur Trocknung gelagert“.

Das Aktenmaterial befand sich zum Teil in Ordnern, aber auch in Heftungen und wies unterschiedliche Papierformate und -stärke auf.

„Bei der Vorbereitung wurden die Dokumente ausgeheftet, das Papier geglättet und von Büro- bzw. Heftklammern entfernt. Teilweise waren die Belege durch die Korrosion der Metallteile beschädigt“, wie Banach berichtet.

Die Schwierigkeit beim Scanvorgang bestand darin, die richtige Auflösung zu bestimmen und damit eine möglichst gute Lesbarkeit der teilweise sehr dünnen Durchschlagspapiere zu gewährleisten.

So wurden bestimmte Seiten nach einer Sichtprüfung erneut im Graustufen-Modus gescannt, nachdem der Schwarz/Weiß-Modus kein akzeptables Ergebnis erbrachte.

„Insgesamt wurden 77 Einzelakten eingescannt, konkret 44 Ordner und 33 Heftungen, was einem Gesamtergebnis von 81 PDF-Dateien entspricht, die zusammen 25424 umfassen“, bilanziert Banach.

In der Folgezeit besteht nun die Möglichkeit, die gesicherten Unterlagen nach ihrem historischen Wert zu sichten und je nach Bedarf auszuwerten.